Nun will ich noch diverse Blitzkonstellationen testen. Jetzt muss ich wieder umdisponieren. Die Nikon D5100 unterstüzt leider das Nikon Creativ Lighting System (CLS, das heißt mehrere Blitze durch optische Übertragung ansteuern), jedoch nur über einen Aufsteckblitz, nicht jedoch über den eingebauten Blitz. Ich muss darum zur alten Nikon D70 wechseln, welche kein Problem hat, Steuerblitze über den eingebauten Blitz zu schießen und dadurch das entfernte externe Blitzgerät nicht nur auslösen, sondern auch steuern zu können.
Zum Einsatz kommt nun die Nikon D70, mit dem DX Objektiv 18-70 mm, 1:3.5-4.5. Ich stelle eine Brennweite von 70 mm, was einem Kleinbild Äquivalent von 105 mm entspricht, die Programmautomatik und die mittelbetonte Belichtungsmessung ein.
Nun muss der Teddybär als Model erhalten. Ich platziere ihn in circa 0,5 m Abstand vor der Kamera. Zwischen Teddybär und Hintergrund sind nochmals circa 80 cm Abstand.
Programmautomatik, Beschreibung des Herstellers für die Nikon D70: Um ein bestmögliches Belichtungsergebnis zu erzielen, wählt die Programmautomatik gemäß einer Steuerkurve selbsttätig je nach gemessenem Lichtwert eine bestimmte Kombination aus Blende und Belichtungszeit. Die Programmautomatik eignet sich besonders für Schnappschüsse und unvorhersehbare Situationen, in denen es auf eine schnelle Reaktion ankommt.
Foto 53 - kein Blitz
Programmautomatik, ISO manuell 640, Weißabgleich automatisch
Ohne Blitz ergeben sich eine lange Belichtungszeit und extrem warme Farben, da das Raumlicht bereits ziemlich warm ist und der Teddybär zusätzlich etwas Licht gelb reflektiert. Es ist kein Schattenwurf erkennbar. Die Augen weisen keinen Glanzpunkt auf, was bei Porträts eine Schwachstelle darstellt.
Foto 54 - mit Blitz frontal auf das Motiv
Programmautomatik, ISO manuell 640, Weißabgleich automatisch
Mit Blitz stellt die Kamera die Verschlusszeit auf 1/60 s ein wie in den Blitzeinstellungen vorgegeben, berechnet eine dazu passende Blende von f/4.5 und die entsprechende Blitzleistung. Ein deutlicher Schattenwurf ist erkennbar. Auch der Lichtabfall von der Nasenspitze des Teddys bis zum Hintergrund ist gut sichtbar. Eine konstante Ausleuchtung durch frontales Anblitzen ist so nicht leicht möglich. Der Teddy wirkt flach und wenig dreidimensional. Die Augen glänzen.
Foto 55 - mit Blitz von unten
Programmautomatik, ISO manuell 640, Weißabgleich automatisch
Durch den Blitz von unten entsteht eine schaurige, unwirkliche Stimmung so wie man sie oft in Horrorfilmen sieht. Der Schatten im Hintergrund ist recht diffus, die Farbtemperatur ausgewogen. Der Teddy wirkt plastisch. Der schwache Steuerblitz des integrierten Kamerablitzes reicht aus, um ein Augenglänzen zu erreichen.
Foto 56 - mit Blitz von oben
Programmautomatik, ISO manuell 640, Weißabgleich automatisch
Durch den Blitz von oben entsteht eine realistische Stimmung. Das Licht kommt von oben so wie die Sonne meist von oben kommt. Der Schatten im Hintergrund ist diffus, die Farbtemperatur ausgewogen. Der Teddy wirkt plastisch. Der schwache Steuerblitz des integrierten Kamerablitzes reicht aus um ein Augenglänzen zu erreichen.
Foto 57 - mit Blitz im Hintergrund
Programmautomatik, ISO manuell 640, Weißabgleich automatisch
Durch den Blitz im Hintergrund, der stark reflektiert, wird der Teddy nur von hinten beleuchtet und somit vom Hintergrund stark frei gestellt. Der Teddy wirkt wieder flach. Der schwache Steuerblitz des integrierten Kamerablitzes reicht aus, um ein Augenglänzen zu erreichen.
Foto 58 - verschiedene Blitzpositionen
Programmautomatik, ISO manuell 640, Weißabgleich automatisch
Und hier zum Abschluss noch einige verschiedene Blitz-Positionen. Ich habe an den Kameraeinstellungen und der Kameraposition nichts verändert, nur den externen Blitz immer etwas anders gehalten; mal in Richtung Holzdecke, mal von rechts auf das Objektiv, mal vom Objektiv weg usw.
Endbemerkung
Die Versuchsreihe birgt leider einige Probleme in sich:
- Die Szene war insgesamt etwas schwach ausgeleuchtet und das Objetiv zu lichtschwach. Dadurch hatte die Kamera bei manchen Belichtungsprogrammen zu wenig Spielraum mit der Blende.
- Die Entfernung des Hintergrunds hätte etwas größer sein können, dadurch wäre das Spiel mit der Tiefenschärfe auch bei den Fotos mit den Motivprogrammen besser sichtbar geworden.
Alles in allem denke ich, Sie können von diesen Versuchen einiges für die Einstellungen bei Ihren nächsten Fotoexperimenten ableiten.
Hier noch einige Links zu interessanten Fotokuren und Fotodokumentationen im Web:
- http://www.foto-kurs.com
Eine tolle Onlinedokumentation zum Thema Fotografieren - http://www.rechtambild.de
Rechtliches rund ums Foto - http://www.digitalkamera.de
Onlinemagazin zum Thema Digitalfotografie - http://www.fotocommunity.de
Größte europäische Fotocommunity - http://neunzehn72.de/nikon-sb-900-praxisguide
Blitzfotografie erklärt vom Profifotografen - http://kleine-fotoschule.de
Informationen und Tipps rund ums Thema Fotografie - http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/tipps-and-tricks/11491-die-richtige-belichtungsmessung-und-belichtung.html
Tipps aus dem Nikon Forum - http://foto-podcast.de
Der Fotografie Podcast von Blende 8 aus dem Hause Galileo Press
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